Nahrungsergänzung – notwendig oder doch nur ein Geschäft?

Wir alle benötigen für unsere Ernährung, für die Aufrechterhaltung der Funktion und die Erneuerung unserer 100 Billionen Zellen zwei Dinge:

  • Makronährstoffe, wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und Ballaststoffe,
  • Mikronährtoffe, wie Vitamine, Provitamine, Enzyme, Coenzyme, pflanzliche Sekundärstoffe, biologische Mineralstoffe und Spurenelemente.

Geht es nun um die Frage, ob wir diese in ausreichender Qualität und Quantität zu uns nehmen, damit wir gesund und fit durch unser Leben gehen.Darüber gibt es grundsätzlich immer wieder einen teilweise erbitterten Streit.

Die eine Gruppe vertritt die Meinung, dass Nahrungsergänzung völlig überflüssig, ja sogar schädlich sei.

Andere behaupten, dass wir heute mit unserer natürlichen Nahrung überhaupt nicht mehr auskommen und deshalb ergänzen müssen.

Was ist nun die Wahrheit? Bietet die Natur alles, was wir brauchen? JA oder NEIN?

Wie so oft im Leben liegt die Antwort in der Mitte.

Auch ich war viele Jahre lang, davon überzeugt, dass ich keinerlei Nahrungsergänzung benötige. Diese Einstellung war falsch, wie ich heute weiß. Die falsche Ernährung war dann wohl auch der i-Punkt auf meinen beruflichen Stress, wenig körperliche Belastung und fehlende Bewegung, hauptsächlich sitzende Tätigkeit am Schreibtisch, vor Computern und Bildschirmen und noch so einige weitere negative Umweltfaktoren.

Das Ergebnis war dann zunächst Übergewicht, dann Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und dann ein Herzinfarkt vor nunmehr ca. 20 Jahren.

Der sollte sich nicht wiederholen und das bedeutete für mich, meine Einstellung grundsätzlich zu verändern und für meine Gesundheit nun selbst etwas zu tun. Heute weiß ich, dass ich viele Jahre unter stillen Entzündungen litt, ohne dies aber zu bemerken; mir ging es ja gut! Doch diese unbemerkten und deshalb stillen Entzündungen mündeten nach einigen Jahren in chronischen Erkrankungen und schließlich auch in einem Herzinfarkt.

Heute bin ich über 70 (Jahrgang 1947), kann mich wieder in der Natur und im Garten moderat belasten und bewegen, habe meine Lesebrille verschrotten können und noch einiges mehr... weil ich meine Einstellung und mein Leben geändert habe und nicht zuletzt auch zu den richtigen Nahrungsergänzungen gegriffen habe, nämlich zu denen, die mir fehlten.

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Heilmittel, sondern sollen genau das ergänzen, was in der Nahrung fehlt. Gesundheitsbezogene Angaben sind deshalb auch streng geregelt.

Nachzulesen sind zulässige Angaben hier:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02012R0432-20170822&from=DE

Nahrungsergänzungsmittel sind dann nützlich, wenn

  • die richtigen Nährstoffe
  • vom richtigen Menschen
  • in der richtigen Menge
  • zur richtigen Zeit aufgenommen werden.

Ein Gießkannenprinzip kann dies nicht erfüllen, es kann sogar schädlich sein.

Was sind nun die richtigen Nährstoffe?

Nahrungsergänzungsmittel sollten das ergänzen, was die natürliche Nahrung nicht (mehr) in ausreichender Quantität oder Qualität enthält. Durch vielfache Faktoren ist dieser Mangel heute leider oft die Regel, wie kommt das?

Dazu findet man sehr viele Aussagen von Ernährungswissenschaftlern. Ich finde die Erklärungen von Dr. Paul Clayton besonders einleuchtend, logisch und verständlich.

Dazu hier nur drei Ursachen:

  1. Da wir weniger körperlich belastet sind, essen wir weniger als die Menschen vor 100 Jahren. Weniger Nahrung bedeutet aber auch weniger Mikronährstoffe und Spurenelemente, so dass allein schon dadurch ein Mangel entstehen kann. Dazu in WELT: https://www.welt.de/wissenschaft/article1477191/Ernaehrung-im-Mittelalter-viel-besser-als-heute.html
  2. Die Nährstoffdichte der heute meist industriell produzierten Nahrungsmittel ist deutlich geringer als die in früheren Jahren. Dazu „Neue Wege zur Gesundheit“: http://www.bermibs.de/fileadmin/pdf/vitalstoffe-allgemein/mangel_durch_fehlende_naehrstoffdichte.pdf
  3. Es wird weniger selbst gekocht, hat wirklich Fast Food gewonnen? Leider fehlt oft die Zeit, oder: https://www.healthyhabits.de/8-gruende-warum-du-selber-kochen-solltest/

Ausführliche Erläuterungen mit weiteren Gründen finden Sie in dem Buch von Paul Clayton: Out of the Fire.

Alle Aussagen, auch die der DGE, dass man sich ja heute ganz natürlich und ohne jede Nahrungsergänzung ausreichend versorgen könne, sind deshalb in Zweifel zu ziehen. Für mich gilt diese Aussage jedenfalls nicht, denn ich habe keine Möglichkeit für mich gefunden, dies ohne Ergänzung umzusetzen. Es mag Menschen geben, die es können, doch allgemein gilt das nicht und deshalb halte ich den Hinweis sogar für gefährlich, weil irreführend.

Der richtige Mensch, das bedeutet: Nahrungsergäzung ist individuell einzustellen. Die Ernährungsgewohnheiten, das Lebensalter und Vorerkrankungen spielen eine große Rolle. Eine Beratung kann da helfen und ich habe mich sehr ausführlich informiert und war dabei auch kritisch. Mir ist es gelungen, den richtigen Internisten, Kardiologen und auch Hausarzt zu finden.

Die richtige Menge bedeutet: Viel hilft nicht viel, sondern kann durchaus schädlich sein. Auch zur Dosierung sollte man sich ausführlich beraten lassen, denn auch zu wenig ist nicht gut.

Die richtige Zeit, das heißt auch besser bevor sich Probleme einstellen. Rechtzeitig das Fehlende zu ergänzen, das ist sicherlich der bessere Weg als später dann auf Verbesserungen zu hoffen. Bei mir hat es funktioniert, doch dafür gibt es keine Garantie.

Seit ich mich intensiv mit Fragen der gesunden Ernährung beschäftige, habe ich auch gelernt, dass so manche gehörte Aussage in der Vergangenheit unsinnig war. Auch die Wissenschaft kann irren. So kann es auch keine allgemein gültige Antwort auf die Frage der Notwendigkeit von Nahrungsergänzung geben. Die pauschale Ablehnung von Nahrungsergänzungsmitteln ist genau so falsch wie die immer wieder anzutreffende vollmundige Bewerbung einer angeblichen Wunderbeere bis hin zu Heilversprechen, die ja ohnehin verboten sind.

In weiteren Beiträgen werde ich dazu meine Erfahrungen mitteilen.

Ich möchte zur Diskussion über diese Themen anregen, weil es sehr wichtig für jeden Menschen ist, sich mit seiner eigenen Gesundheit und der seiner Familie rechtzeitig selbst zu beschäftigen...

und nicht erst dann, wenn (wie bei mir) der Körper in Form eines Herzinfarktes deutliche Warnsignale sendet. Gut, wenn es auch dann nicht zu spät für Veränderungen ist – besser jedoch, wenn es erst gar nicht zu chronischen Erkrankungen kommt. Vieles hat man selbst in der Hand.

Wenn Sie Fragen haben, als Rentner hab ich Zeit 😉 und bin Ihnen so nah wie Ihr Telefon. Klicken Sie auf: https://anruf.active-sc.de und ich melde mich dann gern wunschgemäß bei Ihnen.

Das war es für heute. Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.

Herzlichst,

Harold Schulz

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